die gewinner:innen der tankstelle bühne 2026

 

Die ausgewählten Projekte der diesjährigen Tankstelle Bühne verhandeln transkulturelle Prägungen und deren Mehrwert mittels Tanz, die Dynamiken und die Vergänglichkeit von Hype und Trend sowie Fermentation als ästhetische und politische Geste der Entschleunigung in einer beschleunigten Leistungsgesellschaft.


Company: Third Shore 

Nina Ritter & Zhiyelun Qi:

FERNE NÄHE

 

«Ferne Nähe» ist ein 20-minütiges Duett, choreografiert und getanzt von Zhiyelun Qi gemeinsam mit seiner Co-Creative Nina Ritter. Das Stück untersucht, wie transkulturelle Prägungen und deren Mehrwert durch Tanz sichtbar gemacht werden können. Leise, häufig unsichtbare Prozesse und Erfahrungen werden körperlich und emotional erlebbar und als identitätsstiftende Prozesse erfahrbar. «Ferne Nähe» schafft Raum für Reflexion, Perspektivenwechsel und Dialog im gesellschaftlichen Zusammenleben.

Von und mit: Nina Ritter & Zhiyelun Qi

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Tiziana greco und ramon juchli:

yulaec

 

Das Trend-Produkt yulaec ist der letzte Schrei. Auf dem Pausenplatz, in den Sozialen Medien, selbst das Feuilleton und die Tagesschau kommen nicht mehr drum herum. Frisch von den Förderbändern einer Fabrik, irgendwo in Ostasien, gelangt es bis in die Regale der Zentralschweiz, wo Teenager und ihre Grosseltern gleichermassen zugreifen. 

Der Hype ist real. Und was passiert, wenn er es nicht (mehr) ist?

Eine audiovisuelle Performance.

 

Von und mit: Tiziana Greco, Ramon Juchli

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Elisa Bruder, Sophie Oetinger, Mila Lyutskanova, Pearlie Frisch und Rahel Weber:

Fermentierte Welten – Ökologie der Reifung 

 

Fermentation ist nicht nur eine uralte Kulturpraktik, sondern ein biologisch-lebendiger Prozess. So wird beispielsweise Milch durch mikroskopische Organismen in Käse umgewandelt. Flüssiges wird feste Form. Rohstoff wird Nahrung. Gegenwart bedingt Geduld. Das Projekt versteht Fermentation als ästhetische und politische Geste der Entschleunigung. Unserer Zeit, die von Beschleunigung, Kontrolle und Effizienz bestimmt ist, setzt das Kollektiv die Logik des Werdens entgegen, nämlich die Herstellung von Käse. Ein Prozess, der sich nicht vollständig steuern lässt, der auf Kooperation mit unsichtbaren Akteuren angewiesen ist und der vor allem Zeit braucht. Körperliche Gesten wie das Kneten, Pressen, Schneiden, Rühren werden zur Choreografie. Käse ist die Identifikationsmetapher der Schweiz. Mit viel Selbstironie betrachtet das Kollektiv den Nationalmythos und fermentiert sich gleich selbst.

Von und mit: 

Elisa Bruder, Sophie Oetinger, Mila Lyutskanova, Pearlie Frisch und Rahel Weber

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Zentralschweizer Nachwuchsplattform für Darstellende Künste
Ein Projekt in Zusammenarbeit mit Kleintheater Luzern, Südpol, Chäslager Stans, Theater Uri und Theater im Burgbachkeller